– Der Konflikt im Nahen Osten hat den positiven Jahresauftakt unterbrochen, wobei die Online-Buchungen von +14,5 % auf -5 % nach dem 28. Februar zurückgingen
– Noch werden keine Stornierungen verzeichnet, jedoch verschiebt die Unsicherheit einen Teil der Nachfrage auf einen späteren Zeitpunkt und verstärkt damit den Last-Minute-Trend, so Nelios
– Stimmungsumschwung bei der Nachfrage in allen wichtigen griechischen Reisezielen, wobei die Dodekanes den stärksten Rückgang verzeichnen. Rückgänge auch in den Kykladen, im Ionischen Meer, in Athen und auf Kreta. Besseres Bild in der Peloponnes.
Die Krise im Nahen Osten hat den Online-Buchungsfluss für griechische Hotels gebremst und die zuvor starke Nachfrage, die von Jahresbeginn bis Ende Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet wurde, deutlich verändert.
Ein Teil der Nachfrage wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, wodurch der Trend zu Last-Minute-Buchungen aufgrund der Unsicherheit verstärkt wird. Charakteristisch ist, dass die Google-Suchanfragen nach „Is Greece Safe“ zuletzt um fast 600 % gestiegen sind. Bislang werden keine Stornierungen verzeichnet.
Dies geht aus der jüngsten Analyse von Nelios zu Online-Buchungen in griechischen Hotels (Direkt- und OTA-Kanäle) hervor. Die Analyse basiert auf Nachfragedaten seit Anfang 2026 und betrachtet zwei Zeiträume: vor dem Ausbruch des Krieges im Iran (1. Januar bis 27. Februar) und nach Beginn der Auseinandersetzung (28. Februar bis 30. März).
-5 % bei Online-Hotelbuchungen in Griechenland
Von Jahresbeginn bis zum 27. Februar verzeichneten Hotelbuchungen in Griechenland ein Wachstum von 14,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ab Kriegsbeginn (28. Februar) bis zum 30. März gingen sie jedoch im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % zurück.
Ein ähnliches Bild zeigte sich vor der Krise auch bei den Umsätzen aus Online-Buchungen, die von +18,1 % auf -2 % nach Kriegsbeginn fielen.
Noch deutlicher fiel die Veränderung bei der „Search Demand“ für griechische Hotels aus: Die Suchanfragen gingen um 14 % zurück, während sie vor der Krise noch bei +16 % gegenüber dem Vorjahr lagen.
Stärkste Umkehr auf den Dodekanes
Der Konflikt im Iran führte zu einem Rückgang der Online-Nachfrage nach Hotels in allen wichtigen griechischen Reisezielen.
Den stärksten Rückgang bei den Buchungen verzeichnen Hotels auf den Dodekanes, die von +8,9 % bis zum 27. Februar auf -21 % nach Kriegsbeginn fielen, jeweils im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahreszeiträumen.
Auch die Umsätze gingen zurück, von +17,8 % auf -16,9 %, während die Suchanfragen von +13 % auf -22 % nach Kriegsbeginn fielen.
Verluste auch auf Kreta
Auch auf Kreta zeigt sich ein rückläufiger Trend. Die Online-Buchungen der Inselhotels, bereits im ersten Jahresdrittel mit -13,7 % im Vergleich zum Vorjahr, blieben auch nach Beginn der Krise rückläufig (-10,8 %).
Gleichzeitig sanken die Umsätze leicht von -3,7 % vor der Krise auf -1 % danach, während die Suchnachfrage von +18 % auf -14 % fiel.
Starke Divergenzen bei Kykladen und Ionischen Inseln
Auch bei den Suchanfragen für die Kykladen ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Vor der Krise im Nahen Osten verzeichneten sie noch eine starke Erholung und kompensierten teilweise die Vorjahresverluste. Die Search Demand fiel von +21 % vor der Krise auf -26 % nach Kriegsbeginn und damit auf den schlechtesten Wert unter den wichtigsten griechischen Regionen.
Die Online-Buchungen für Hotels auf den Kykladen entwickelten sich von +37,1 % zu Jahresbeginn auf -2,3 % nach dem 28. Februar im Vergleich zum Vorjahr, während auch die Umsätze von +15 % auf -16 % zurückgingen.
Auch im Ionischen Raum kam es zu einer der stärksten Veränderungen: Von +42,63 % bei den Online-Buchungen bis Februar fiel die Region auf -3,61 % nach der Krise. Die Umsätze gingen von +64,23 % auf -9,63 % zurück, während die Search Demand von +11 % auf -12 % drehte.
Athen: -10 % bei Online-Suchanfragen
Ein ähnliches Muster zeigt sich auch bei Hotels in Athen. Während das Jahr mit positivem Buchungstrend (+15,23 %) und steigenden Umsätzen (+8,31 %) begann, wurde diese Dynamik nach der Krise aufgehoben: Die Online-Buchungen fielen auf -0,4 %, die Umsätze um 2,61 %.
Parallel gingen die Suchanfragen für Athener Hotels von +14 % vor der Krise auf -10 % zurück.
Moderateres Bild in der Peloponnes
Die Peloponnes zeigt ein differenzierteres Bild. Einerseits sind die Verluste bei den Buchungen geringer als in anderen Regionen, andererseits bleibt die Gesamtlage nach der Krise negativ.
Zu Jahresbeginn lagen die Online-Buchungen bei -17,3 %, nach dem 28. Februar bei -0,7 %. Die Umsätze verschlechterten sich jedoch deutlich von -6,1 % auf -23,6 %. Auch die Suchanfragen drehten von +9 % vor der Krise auf -8 % ins Negative.
Der CEO von Nelios, Dimitris Serifis, kommentierte die Ergebnisse: „Unter den gegebenen Umständen ist der Rückgang der Buchungen eine erwartbare Entwicklung in einer solch kritischen internationalen Lage. Positiv ist jedoch, dass die Stornierungen dieser Entwicklung nicht folgen.
Wie unsere Daten zeigen, beobachten wir zwar einen deutlichen Rückgang der Online-Suchanfragen für Griechenland, jedoch ist der Rückgang der Buchungen nicht proportional – ein positives Signal für den weiteren Jahresverlauf.
Wir verfolgen die Entwicklung der Buchungen intensiv und sehen mit besonderem Interesse, dass jedes Land ein unterschiedliches Verhalten sowohl beim Suchvolumen als auch bei der Buchungsentwicklung zeigt.“


















